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Waschplatz im Garten mit Regentonne und Eimer einrichten

5 Min. Lesezeit

Im Garten sind die Hände ständig voller Erde: das Beet gejätet, Jungpflanzen umgesetzt, Kartoffeln ausgegraben – und schon läuft man zum Haus, um sie am Schlauch oder aus der Gießkanne zu waschen, und trägt den Dreck über den ganzen Weg. Dabei ist Wasser im Garten meist ohnehin da: die Regentonne, ein Kanister, der Tank am Gewächshaus. Es fehlt nur der Ort, an dem man dieses Wasser einsetzt und wohin das Schmutzwasser abläuft. Im Folgenden zeigen wir, wie Sie sich direkt am Beet eine brauchbare Ecke zum Händewaschen einrichten – ganz ohne festen Wasser- oder Kanalanschluss.

Warum ein normales Waschbecken im Garten nicht funktioniert

Ein Waschbecken aus Keramik oder Stahl ist auf zwei Leitungen ausgelegt: den Wasserzulauf und den Ablauf in die Kanalisation. Im Garten gibt es weder das eine noch das andere, und beides quer über den Nutzgarten zu verlegen, nur um eine Möhre abzuspülen, macht niemand. Also wäscht man sich die Erde von den Händen „mit der Gießkanne über der Schüssel“: mit der einen Hand gießen, mit der anderen waschen, das Wasser mit dem Sand läuft einem vor die Füße.

Das wasserlose Waschbecken geht die Sache von der anderen Seite an. Es hängt weder am Wasseranschluss noch an der Kanalisation, sondern nutzt die vorhandene Wasserquelle. Das Wasser stellen Sie bereit – etwa aus der Regentonne oder einem Tank. Die Schale fängt es auf und leitet es über den Ablauf weiter.

Wie es aufgebaut ist

Das Gartenwaschbecken ohne Wasseranschluss ist eine Wandschale aus LLDPE mit rund 1,4 kg Gewicht. Sie wird an einer ausreichend tragfähigen Wand oder einem geeigneten Pfosten befestigt; die Befestigungsmittel müssen zum Untergrund passen. Unten sitzt ein gestufter Auslauf mit 24/32/40 mm: Sie stecken einen Schlauch mit passendem Durchmesser auf und führen ihn in einen Eimer, Kanister oder Tank. Das Wasser läuft im freien Gefälle nach unten, allein durch die Schwerkraft. Für Wandmontage und Schlauchanschluss ist in der Regel kein Klempner erforderlich. Wenn Sie beim Untergrund oder bei der Schlauchführung unsicher sind, holen Sie fachkundige Hilfe ein. Da die Schale ohne integrierte Pumpe, Elektrik und mechanischen Siphon auskommt, ist weniger Wartung nötig und das Ausfallrisiko sinkt.

„Woher das Wasser, wenn kein Hahn da ist?“

Im Garten ist eine Wasserquelle fast immer griffbereit: die Regentonne, der Tank am Gewächshaus, ein Kanister auf der Bank. Ein Gefäß mit Auslaufhahn stellen Sie so auf, dass der Auslass oberhalb der Schale liegt. Alternativ schöpfen Sie das Wasser mit einem Becher. Die Schale schreibt nicht vor, woher das Wasser kommt: Ihre Aufgabe ist es, das zugeführte Wasser aufzunehmen, das Händewaschen zu ermöglichen und das Schmutzwasser nach unten abzuführen.

Gerade diese Trennung schafft Freiheit. Wenn Sie im Frühjahr oder Herbst warmes Wasser möchten, füllen Sie sonnenerwärmtes Wasser bis höchstens +60 °C in einen dafür geeigneten Tank. Wenn Sie mehr Wasser brauchen, stellen Sie eine größere Tonne bereit. Das Waschbecken passt sich dem an.

„Wohin mit dem Schmutzwasser samt Erde und Sand?“

Nach unten, durch den weiten Auslauf und den Schlauch, in das Gefäß, das Sie daruntergestellt haben: Eimer, Kanister oder Tank. Hier gibt es keinen engen Siphon und keine Pumpe, die sich mit Sand und Lehm zusetzt. Der Weg ist einfach und weit; das Wasser mit der Erde fließt durch den Auslauf in den Eimer. Wenn der Eimer voll ist, entsorgen Sie den Inhalt über den vor Ort vorgesehenen Weg. Leiten Sie Wasser vom Händewaschen nicht ohne vorherige Klärung in Boden, Beet, Kompost, Gewässer oder Entwässerung ein; maßgeblich sind die örtlichen Abwasser- und Vereinsvorgaben. Wenn Sie groben Sand und Lehm zurückhalten möchten, setzen Sie am Auslauf ein herausnehmbares Grobsieb ein, damit der Bodensatz nicht in den Kanister gelangt.

„Kann man Gemüse und Kräuter abspülen?“

Das Waschbecken ist für das Händewaschen und das Abspülen von Werkzeugen gedacht. Legen Sie Lebensmittel nicht in die Schale und bringen Sie sie nicht mit der Schalenoberfläche in Kontakt. Wenn Sie anhaftende Erde bereits am Beet grob von der Ernte entfernen möchten, halten Sie das Erntegut von der Schale fern, verwenden Sie für diesen Zweck geeignetes Wasser und waschen Sie es anschließend mit Trinkwasser in einem lebensmittelgeeigneten Becken nach.

„Platzt es im Winter im Schuppen nicht?“

Der Schuppen ist meist unbeheizt, und das wirft die Frage auf, ob das Waschbecken dort überwintern kann. Die Schale von Pi-Pi besteht aus LLDPE; die leere Schale bleibt bei Frost bis −40 °C elastisch. Wasser muss vollständig aus Schale, Auslauf, Schlauch, Wasserquelle und Auffangbehälter entfernt werden, denn gefrorenes Wasser kann die Zubehörteile beschädigen. Das Waschbecken ist nicht für den Betrieb mit gefüllten Behältern oder Schläuchen bei Frost vorgesehen.

Passives Waschbecken oder Station mit Tank und Pumpe

Es gibt fertige Waschstationen mit Tank und Pumpe, die Wasser wie aus einem Hahn bereitstellen. Das ist ein anderes Produkt für einen anderen Einsatzzweck und setzt eine Stromversorgung voraus, die am entfernten Beet häufig fehlt. Das passive Waschbecken ist einfacher: Den Tank stellen Sie selbst bereit und entleeren ihn im Winter; die Schale kommt ohne integrierte Pumpe und Elektrik aus. Dadurch sinken Wartungsaufwand und Ausfallrisiko. Wenn Sie Wasser unter Druck aus einem eingebauten Tank benötigen, ist eine Waschstation die passende Wahl. Wenn Sie Erde von den Händen waschen und das Schmutzwasser an einem Ort ohne Leitung oder Steckdose ableiten möchten, eignet sich die passive Schale.

Neben einem Garten-WC, einer Kompost- oder Trenntoilette bietet sich ein solches Waschbecken an, damit Sie sich anschließend die Hände waschen können, ohne ins Haus zurückzugehen.

Wo aufhängen und welches nehmen

Der beste Platz ist am Eingang des Gewächshauses, an der Schuppenwand oder an einem Pfosten neben den Beeten, damit der Schlauch bis zum Eimer reicht und die Wassertonne daneben steht. Das gerade Wandmodell Sink passt an eine ebene Wand; wenn Sie lieber eine Gebäudeecke nutzen, gibt es in derselben Reihe das Eckmodell Sink Corner.

Kurz gefasst

Um im Garten Erde von den Händen und Werkzeugen abzuspülen, braucht es weder Wasseranschluss noch Kanalisation. Eine Wandschale, Ihre Regentonne oder Ihr Kanister mit Wasser und ein Schlauch in den Eimer darunter reichen aus. Das gesammelte Wasser entsorgen Sie über den vor Ort vorgesehenen Weg; eine Ableitung in Boden, Beet oder Kompost sollte nur nach vorheriger Klärung der örtlichen Abwasser- und Vereinsvorgaben erfolgen. Die passive Bauweise kommt ohne integrierte Pumpe und Elektrik aus und verringert dadurch Wartungsaufwand und Ausfallrisiko; die leere LLDPE-Schale bleibt auch bei Frost bis −40 °C elastisch.

Sehen Sie sich alle Pi-Pi-Waschbecken an, um das gerade und das Eckmodell zu vergleichen und den passenden Schlauch für den Auslauf auszuwählen. Wenn Sie Fragen zur Montage in Ihrem Garten haben, fragen Sie uns. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Schale befestigen und welchen Schlauch Sie benötigen.

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Mart Tamm

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