Ein wasserloses Urinal arbeitet ohne Spülkasten und ohne Wasseranschluss, daher unterscheidet sich seine Pflege von einem herkömmlichen Keramikurinal. Die Fragen sind dieselben, ob man eine Gartenparzelle besitzt, Einheiten für Kabinen einkauft oder eine Baustelle betreibt: wie man es an der Wand befestigt, wie man es reinigt, woher der Geruch kommt und was im Winter zu tun ist. Im Folgenden eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Montage, Reinigung und Pflege des Pi-Pi-Urinals, ohne überflüssige Theorie.
Montage: zwei Schrauben und ein Schlauch
Pi-Pi ist aus LLDPE gegossen und wiegt etwa 1,4–1,5 kg, daher hält es an jeder Wand mit zwei Schrauben — Holz, Beton, der Wand einer mobilen Kabine oder der OSB-Platte eines Gartenhauses. Der Ablauf: zwei Löcher durch die hinteren Laschen anzeichnen, die Schrauben eindrehen (in Beton mit Dübel) und den Korpus einhängen. Die Montagehöhe richtet sich nach der Größe des Hauptnutzers, üblicherweise 60–65 cm vom Boden bis zur Unterkante.
Der Ablauf wird an den gestuften Auslauf Ø24/32/40 mm angeschlossen. Ein gewöhnlicher Gartenschlauch oder ein Wellrohr im passenden Durchmesser wird ohne Adapter aufgesteckt und führt in einen 10–20-Liter-Kanister, den gemeinsamen Tank der Kabine oder einen Abfluss. Die gesamte Montage dauert 15–30 Minuten und benötigt kein Spezialwerkzeug — nur einen Schraubendreher oder Akkuschrauber. Es ist kein Wasser anzuschließen: Das Urinal arbeitet konstruktionsbedingt trocken.
Tägliche Reinigung ohne Wasser
Das Becken aus LLDPE ist glatt und porenfrei, daher setzt sich Schmutz nicht in der Oberfläche fest. Für die tägliche Pflege genügt es, das Becken mit einem feuchten Tuch abzuwischen oder, wenn Wasser in der Nähe ist, es aus einer Flasche oder Gießkanne auszuspülen. Es wird nur wenig Wasser benötigt — das ist keine Druckspülung, sondern nur das Abspülen von Tropfen an den Wänden.
Verwenden Sie keine Scheuerpulver und keine harten Bürsten: Sie hinterlassen Mikrokratzer, in denen sich später Belag festsetzt. Ein weicher Schwamm oder ein Tuch genügt — glattes Polyethylen lässt sich leicht reinigen.
Wöchentliche Reinigung und Kampf gegen Kalk
Einmal pro Woche (bei intensiver Nutzung häufiger) sollte man das Becken und den oberen Teil des Ablaufs mit einem Kalklöser reinigen. Ein gewöhnlicher Sanitärreiniger oder eine Zitronensäurelösung eignet sich: Sie löst den Mineralbelag, der den charakteristischen Geruch verursacht. Das Mittel aufbringen, einige Minuten einwirken lassen und mit etwas Wasser abspülen.
Geruch entsteht bei einem wasserlosen Urinal fast immer nicht am Becken selbst, sondern durch eingetrocknete Harnsalze im Ablauf und Kanister. Deshalb ist das wöchentliche Spülen des Ablaufs wichtiger als die Reinigung des Beckens. Das Modell Standard Plus mit Lüftungsanschluss Ø70 mm belüftet die Baugruppe zusätzlich und senkt das Risiko von abgestandenem Geruch in einer geschlossenen Kabine.
Pflege von Ablauf und Kanister
Leeren Sie den Kanister oder Tank bei Bedarf — in den Kompost, einen Abfluss oder die Kanalisation, je nach Standort. Spülen Sie den Kanister nach dem Entleeren mit Wasser aus: Die Hauptgeruchsquelle ist der Bodensatz an seinen Wänden, nicht die frische Flüssigkeit. Prüfen Sie den Schlauch einmal im Monat auf Knicke und Verstopfungen: Der gestufte Auslauf ist auf freien Abfluss ausgelegt, und eine Verstopfung entsteht meist im Schlauch und nicht im Becken.
Gießen Sie keine Chlor- oder starken Desinfektionsmittel in den Kanister, wenn der Inhalt in den Kompost geht — sie zerstören den Abbauprozess. Für die Hygiene genügen eine Wasserspülung und eine gelegentliche Behandlung mit Zitronensäure.
Winterlagerung
LLDPE bleibt bis −30 °C flexibel, daher kommt das Urinal im Winter selbst mit der Kälte zurecht und muss nicht von der Wand genommen werden. Die Wintergefahr ist nicht der Korpus, sondern das Wasser im Schlauch und Kanister: Beim Gefrieren dehnt es sich aus und kann den Behälter sprengen. Entleeren Sie vor dem Frost Schlauch und Kanister vollständig. Der Pi-Pi-Korpus hält einen Bereich von −30 °C bis +60 °C ohne Demontage und Abdeckung aus.
Was man nicht tun sollte
Schließen Sie kein Wasser an das Urinal an — es arbeitet trocken, und das ist sein Vorteil, keine Einschränkung. Reinigen Sie nicht mit Scheuermitteln — die glatte Oberfläche lässt sich mit einem weichen Schwamm reinigen. Gießen Sie keine aggressive Chemie ein, wenn der Ablauf in den Kompost führt. Ignorieren Sie bei der Suche nach der Geruchsquelle nicht Ablauf und Kanister — das Becken ist fast immer sauber, und es riecht der Bodensatz im Ablaufweg.
Fazit
Die Pflege eines wasserlosen Urinals läuft auf drei einfache Dinge hinaus: Montage mit zwei Schrauben ohne Installateur, regelmäßige Reinigung von Becken und Ablauf mit milden Mitteln und das Entleeren des Wassers aus dem Weg vor dem Frost. Die Modelle Standard und Standard Plus mit Lüftungsanschluss sind gleichermaßen einfach zu pflegen und auf 7–10 Jahre Betrieb ausgelegt. Modell auswählen und bestellen können Sie im Urinal-Katalog.



